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Klickfolge: Datenschutz auf einer Seite

Entwurf, Stand 23.09.2026. Keine Rechtsberatung.

Was das Gerät verlässt

Aus einer Aufnahme geht je nach Einstellung Folgendes nach außen:

Dazu kommen weitere Wege nach außen. Sie entstehen nur, wenn der Nutzer die jeweilige Funktion selbst einrichtet oder auslöst:

Was lokal bleibt

DatenWoWie lange
Bildschirmvideo während der Aufnahme (nur macOS)App-DatenordnerDer Aufnahmeordner wird gelöscht, sobald die Verarbeitung erfolgreich war. Scheitert sie, bleibt er liegen, bis jemand die Aufnahme in der Übersicht verwirft. Wer „Video behalten“ ausdrücklich einschaltet, behält eine Kopie bei der Anleitung.
Einzelbilder (Windows)Arbeitsspeicher (letzte ~0,8 s), Bilder zu Klicks im App-DatenordnerNie als Video. Sie liegen im Aufnahmeordner und werden mit ihm gelöscht, also nach erfolgreicher Verarbeitung.
Rohereignisse (Klicks, Tastenläufe)App-DatenordnerWie das Video: mit dem Aufnahmeordner nach erfolgreicher Verarbeitung gelöscht, sonst bis zum Verwerfen
Unbearbeitete Vollbilder der SchritteApp-Datenordner, Unterordner frames der AnleitungBis der Nutzer den Schritt oder die Anleitung löscht. Sie bleiben ungeschwärzt liegen, damit sich ein Bild neu zuschneiden lässt.
Geschwärzte Bilder der AnleitungsschritteApp-Datenordner, Unterordner render der AnleitungBis der Nutzer den Schritt oder die Anleitung löscht. Nur diese Bilder werden exportiert.
Anleitungstextlokale SQLite-DatenbankBis der Nutzer die Anleitung löscht
API-SchlüsselmacOS-Schlüsselbund bzw. Windows-AnmeldeinformationsspeicherBis der Nutzer ihn entfernt

Technische Schutzmaßnahmen

AnforderungUmsetzung
Keine heimliche AufnahmeRoter Punkt in der Menüleiste (macOS, dazu „Aufnahme läuft“) bzw. im Infobereich der Taskleiste (Windows). Dazu auf beiden Systemen eine schwebende Aufnahmeleiste mit Zeitanzeige, die sich nie selbst mit aufnimmt. Es gibt keinen Startweg ohne Indikator.
Nutzer startet, nicht der ArbeitgeberStart nur über Tastenkürzel, Menüleiste oder Knopf am eigenen Gerät. Kein Fernstart, keine zentrale Steuerung.
Keine LeistungsdatenKeine Statistik über Dauer, Häufigkeit oder Fehler pro Person, auch nicht anonymisiert. Die Aufnahmedauer steht nur in der Anleitung selbst.
Passwörter niemalsProtokolliert wird nur, was ausdrücklich als gewöhnliches Eingabefeld erkannt wurde (macOS AXTextField, AXTextArea, AXComboBox, AXSearchField; Windows Edit und ComboBox). Alles andere gilt als geschützt: Kennwortfelder, unbekannte Feldarten, Fernsitzungen wie Citrix und RDP, Konsolenfenster, Java-Oberflächen und jeder Fehler bei der Abfrage. Dazu kommen Felder, deren Beschriftung „Passwort“, „Kennwort“, „PIN“, „TAN“, „Sicherheitscode“, „Bestätigungscode“ oder eine ähnliche Einmalkennung enthält. Die Zeichen werden schon bei der Erfassung verworfen und nie gespeichert. Im Zweifel wird verworfen: Unmittelbar nach einem Klick, einem Programmwechsel oder einem Feldwechsel gilt eine kurze Karenzzeit, in der nichts mitgeschrieben wird. Dabei gehen auch harmlose Zeichen verloren; in der Anleitung steht dann, dass der eingetippte Text nicht mitgeschrieben wurde.
Datensparsamkeit (Art. 5 DSGVO)An die Cloud-KI geht nur der Text der Schritte. Erkannte Werte ersetzt die Software vorher auf dem Gerät durch Platzhalter, die die Art des Werts nennen, etwa „<IBAN>“, „<Name>“, „<Betrag>“, „<Adresse>“, „<E-Mail>“, „<Telefon>“ und für eingetippte Werte „<Eingabe>“. Aus „4711“ wird also lokal „<Eingabe>“. Eine sprechende Bezeichnung wie „<Objektnummer>“ kann erst das Sprachmodell einsetzen, also nach der Übertragung.
Freigabe vor Verlassen des GerätsTeilen geht nur über einen bewussten Export (PDF, Word, HTML, Markdown, Video).
Eigene FensterDas App-Fenster wird aus der Aufnahme ausgeschlossen. Klicks in der App selbst werden nicht erfasst.
Automatisches EndeBei Sperrbildschirm, Ruhezustand, Bildschirmwechsel und nach 30 Minuten endet die Aufnahme sauber.

Automatische Schwärzung

Vor dem Anzeigen und Exportieren werden IBAN, Namen, Beträge, Adressen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten, Kennungen wie BIC oder Steuer-ID und eingetippte Werte in den Bildern deckend geschwärzt. Die Texterkennung dafür läuft auf dem Gerät. Dieselben Muster werden im Schritttext durch Platzhalter ersetzt, bevor Text an eine KI geht.

Die Erkennung arbeitet mit Mustern und Wortlisten, nicht mit Verständnis. An einem selbst gebauten Musterkorpus aus dem Alltag einer Hausverwaltung (113 personenbezogene Angaben, 176 fachlich nötige Angaben) blieben zuletzt zwei Angaben lesbar: ein Nachname ohne Vornamen und ohne Beschriftung sowie eine ausländische Straße. Umgekehrt wurde eine fachliche Angabe zu viel geschwärzt. Das sind keine Bestwerte für jeden Text, sondern der Stand einer Messung. Sehen Sie jede Anleitung durch, bevor Sie sie weitergeben.

Geschwärzt wird dabei eine Kopie: Die unbearbeiteten Vollbilder bleiben im Datenordner der Anleitung liegen, solange die Anleitung besteht. Wer die Bilder aus der Hand geben will, exportiert sie, denn der Export enthält nur die geschwärzte Fassung.

Restrisiken, die der Nutzer steuert